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Innovationen fördern: Deutschland kann mehr! – Interview mit Miriam Hufnagl – Fraunhofer

Die Innovationspolitik in Deutschland befindet sich laut Innovationsindex auf einem guten Weg, bleibt jedoch hinter ihren Möglichkeiten zurück. Dass wir im internationalen Vergleich gut dastehen, hängt zum einen mit den konkret formulierten Zielen der Bundesregierung zusammen, zum anderen mit ihrer Umsetzung an zahlreichen Institutionen, an denen die notwenigen Innovationen für mehr Nachhaltigkeit entstehen. Ich freue mich sehr, mit Miriam Hufnagl eine Expertin für ein Interview gewonnen zu haben, die an der Frontline für technologische Lösungen für mehr Nachhaltigkeit mitwirkt. Sie ist unter anderem am interdisziplinären Fraunhofer Institut für Innovationsforschung tätig und gab im Gespräch zahlreiche spannende Einblicke, wie sich die Umsetzungspolitik zu den Nachhaltigkeitszielen unserer Regierung gestaltet und welche Schritte es auf diesem Weg zu tun gilt.

Forschung für mehr Nachhaltigkeit – Miriam Hufnagl im Interview

Stephan Grabmeier: Die Innovationscluster der Fraunhofer-Gesellschaft gelten laut Auftraggeber BMBF als überaus erfolgreich und sind der Nachhaltigkeit verpflichtet. Was unterscheidet sie von anderen Innovationsclustern und worin besteht ihr Erfolg?

Miriam Hufnagl: Die Kernaufgabe der Fraunhofer Institute, anwendungsorientierte Forschung am Puls der Zeit zu betreiben, wird meiner Meinung nach im Rahmen der Innovationscluster nochmals um weitere positive Komponenten für Innovation erweitert. Einerseits wird hier eine gewisse räumliche Nähe unter den Beteiligten durch die Fokussierung auf die Region geschaffen, und andererseits entsteht die Möglichkeit, verschiedene Akteur*innen der Forschung und Wirtschaft thematisch und projektorientiert an einem Strang ziehen zu lassen. Ein gemeinsamer Auftrag verbindet, motiviert und spornt an.

Aber ich würde die Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen bei Fraunhofer insgesamt an Nachhaltigkeit orientiert sehen. Energie- und ressourceneffiziente technologische Lösungen hervorzubringen ist ein Leitmotiv unserer Tätigkeiten. Diese technologischen Neuerungen werden innerhalb von Fraunhofer zusätzlich von Arbeiten flankiert, die eher soziale und gesellschaftliche Aspekte adressieren und das gesamte sogenannte Innovationssystem in den Blick nehmen. Deshalb ist das Kollegium an dem Institut, an dem ich arbeite, dem Fraunhofer ISI, beispielsweise auch absolut interdisziplinär aufgestellt und es finden sich bei uns sowohl Wirtschaftsingenieur*innen als auch Kommunikationswissenschaftler*innen, Physiker*innen genauso wie Politolog*innen.

SGR: Welche Rolle spielen die Sustainable Development Goals (SDGs) und Initiativen wie der „Green Deal“ bei der Festlegung von Forschungszielen im Rahmen der Innovationsstrategie der Bundesregierung?

MH: Nun, generell sind die SDGs beziehungsweise die Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland mit dem aktuellen Koalitionsvertrag zur Leitlinie der Politik und somit sämtlicher Bundesministerien geworden. Nachhaltigkeitsthemen sind in der aktuellen forschungspolitischen Dachstrategie der Bundesregierung der „Hightech-Strategie 2025“ allgegenwärtig, wie auch thematische Missionen mit Titeln wie Nachhaltiges Wirtschaften in Kreisläufen oder Biologische Vielfalt erhalten deutlich machen.

Seit fast zwanzig Jahren wird aber schon alle vier Jahre eine bundesdeutsche Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Das Thema ist für uns in Deutschland also nicht neu. Allerdings ist es sehr komplex, die angestrebten Ziele beziehungsweise Teilerfolge zu messen und dann entsprechend nachzusteuern – egal ob in der Forschungs- und Innovationspolitik oder generell. Denn gerade bei Nachhaltigkeitszielen geht es ja um die Langfristigkeit und Zeithorizonte, die heute noch weit weg erscheinen. Die Bundesregierung versucht, die SDGs in konkrete Aufgaben zu übersetzen und die Bearbeitung dieser auch im Blick zu haben, hier beruht jedoch auch viel auf Freiwilligkeit und Selbstverpflichtung. Ähnlich wird es wohl auch beim „Green Deal“ der EU laufen, wenn es an die nationale Umsetzung der Vorgaben geht. Zahlreiche Kritiker werfen der Bundesregierung deshalb vor, hier zu wenig konkrete Absprachen zwischen den Ressorts einzufordern und noch verbindlichere Ziele auszurufen. Auch einen richtigen „Realitätscheck“, ob neue Gesetze auch den Nachhaltigkeitsgedanken mit fördern, vermisst man bisher, hierzu gibt es schon Überlegungen im Umweltministerium. Mit einem freundlich, diplomatisch tagenden Staatssekretärsausschuss allein werden wir der Herausforderung, horizontal abgestimmte Politik zu etablieren, nicht gerecht werden.

Aber um nochmal konkret zu den Forschungsinhalten zurück zu kommen: Mein Eindruck ist, dass die Gemeinschaft der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich ihrer Verantwortung bei diesem Thema absolut bewusst ist. Das untermauern auch Initiativen wie „Scientists for Future“. Viele von uns verspüren eine so große intrinsische Motivation, sich dem Thema Nachhaltigkeit zu verschreiben, dass sie erst gar nicht auf politische Initiativen und Förderprogramme hierzu warten müssen.

Sind wir überhaupt wettbewerbsfähig in puncto Innovationen?

SG: In Ihrer Forschung beschäftigen Sie sich mit verschiedenen Innovationsstrategien in Europa. Welche politischen Rahmenbedingungen fördern Innovationen und wo verorten Sie hier Deutschland im internationalen Wettbewerb?

MH: Deutschland hat sich in den letzten Jahren massiv dem Thema Innovations- und Forschungspolitik zugewandt. Denken Sie allein an die Stichworte Energie- und Mobilitätswende und die damit verbundenen gesellschaftlichen wie politischen Debatten. Da Innovation ja ein absolutes Querschnittsthema ist, berührt es viele Politikbereiche. Insbesondere seitdem 2006 die Hightech-Strategie als politische Dachinitiative etabliert wurde, hat es viel politische Bewegung und eine enorme Erhöhung des Forschungsbudgets in Deutschland gegeben. Und die politischen Instrumente, mit denen der Staat Innovationen fördern kann, sind zahlreich und divers: unter anderem kann der öffentliche Sektor aktiv als Kunde auftreten, der neue Ideen und Produkte nachfragt, wie zum Beispiel Elektro- oder Hybridflotten für den öffentlichen Nahverkehr. Man kann steuerliche Entlastungen für innovative Firmengründungen ermöglichen und für ein solides und durchlässiges Bildungs- und Forschungssystem sorgen, das auch den dort Beschäftigten gute berufliche Perspektiven bietet. Gute Rahmenbedingungen für Innovation schafft die Politik aber natürlich auch dadurch, dass sie nicht darin nachlässt, das gesamte Land an den Möglichkeiten der Digitalisierung teilhaben zu lassen. Das heißt, dass auch infrastrukturelle Maßnahmen wie der Breitbandausbau verlässlich realisiert werden müssen.

Sie sehen an den erwähnten Themen, dass es ein ganzes Bündel an Instrumenten ist, derer sich die Politik bedienen kann, um aktiv Innovationen zu fördern. Insgesamt schneidet Deutschland mit seinen tollen finanziellen und institutionellen Möglichkeiten in Ländervergleichen immer gut ab. Im aktuellen Innovationsindikator 2020 belegt es nun schon zum dritten Mal hintereinander den vierten Platz unter den 35 erfolgreichsten Volkswirtschaften. Aber Fakt ist: wir könnten noch mehr!

SG: Und wo sehen Sie hier noch mehr Entwicklungspotenzial für ein Mehr an Innovation in Deutschland? Was beurteilen Sie als besonders kritisch?

MH: Nun, ich hatte ja bereits deutlich gemacht, dass Innovationspolitik ein absolutes Querschnittsthema ist, das mit Abstufungen sämtliche Ressorts in die Pflicht nimmt. Und obwohl wir hier in den letzten Jahren Fortschritte sehen, muss sich die Bundesregierung schon kritisch fragen lassen: Könnte es mit der Abstimmung über Ressortgrenzen hinweg und dem „Rudern“ in die gleiche Richtung nicht deutlich besser laufen?

Speziell in Deutschland mit einigen wirtschaftlich sehr potenten aber traditionell aufgestellten Sparten stellt sich bekanntermaßen die Frage, wie man diese behutsam modernisieren kann, und zwar von allen Seiten: technologisch, mit flankierender Infrastruktur und unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten. Denken wir an das Paradebeispiel des klassischen Automobilsektors, der mit dem modernen Mobilitätsverständnis einer zunehmend umweltbewussten „Mitte der Gesellschaft“ sowie der Situation in den Städten immer weniger zu tun hat. Das Auto taugt spätestens in der Generation der Millennials nur noch bedingt als Statussymbol und passt nur noch partiell in seiner jetzigen Form in die an mehr Nachhaltigkeit orientierte, digitalisierte Welt der Sharing Economy.

Ja, mittlerweile wird viel im Bereich Elektromobilität und alternative Mobilitätskonzepte geforscht und getan. Aber wir müssen uns als Gesellschaft durchaus mit der Frage auseinandersetzen: Wie konnte die Politik vor zehn Jahren so daneben liegen mit der Einschätzung, dass es bis 2020 in Deutschland eine Million zugelassene Elektroautos geben wird? Was ist da markt- und politikseitig schiefgelaufen? Welche Schritte müssen jetzt folgen beziehungsweise welche Verhaltensänderungen als Kunden und User müssen wir alle vornehmen? Und ja, als Politologin sehe ich natürlich auch die Gesellschaft, aber eben vor allem die Politik in der Pflicht, ein rundes und in sich stimmiges Vorgehen anzustoßen.

SG: Vergangenen Dezember wurde nach über einem Jahr Vorlauf die Agentur für Sprunginnovationen gegründet. Solche Agenturen gibt es auch beispielsweise in den USA (DARPA) oder in Schweden (Vinnova) – mit deutlich besserer Ausstattung. Sind wir da im Vergleich überhaupt wettbewerbsfähig?

MH: Innovationsagenturen, wie die von Ihnen genannten, spielen in vielen Ländern eine sehr wichtige Rolle. Auch in Großbritannien gibt es mittlerweile mit UKRI eine solche Einrichtung. Wie ich schon gesagt hatte, die Förderung von Innovation und Forschung ist eine Querschnittsaufgabe. Daher hat es viel Charme, die inhaltliche Ausgestaltung und finanzielle Abwicklung durch einen Player durchführen zu lassen, der nicht direkt auf der politischen Bühne steht. In Deutschland gibt es für die administrative Abwicklung zwar Projektträger, aber ihr Mandat ist anders formuliert und ihr inhaltlicher Einfluss viel geringer.

Nehmen wir einmal Vinnova als Beispiel, das Sie eben schon genannt haben. Die schwedischen Ministerien haben kein dezidiertes Weisungsrecht bezüglich der inhaltlichen Arbeit der Agentur. Das heißt, diese kann ihre innovationspolitischen Programme und Initiativen wirklich systemübergreifend aufsetzen und ohne parteipolitisches oder ministeriales Hickhack umsetzen, und sie kann selbstständig verschiedene Akteur*innen, die zum Beispiel an modernen Mobilitätskonzepten arbeiten, zusammenbringen. In Deutschland gibt es nach wie vor viel Stillstand, da sich die Ministerien noch selten konstruktiv absprechen. Genauso selten findet dementsprechend eine zielgerichtete Kooperation statt. Aber gerade aktuell sehen wir hier durchaus Fortschritte. Und wenn wir uns jetzt die Situation der Corona-Pandemie anschauen, stellen wir fest: Aha, verlässliche Rücksprachen und „an einem Strang“-Ziehen sind auf Bundesebene durchaus möglich.

Mit der von Ihnen angesprochenen Agentur für Sprunginnovationen geht die Bundesregierung einen für Deutschland eigentlich ganz innovativen Weg. Aber ihr Auftrag ist sehr spezifisch und ihr Budget deshalb vertretbarer Weise viel geringer. Die Agentur für Sprunginnovationen in einem Atemzug mit DARPA und Co. zu nennen ist nicht angezeigt, das wäre Äpfel mit Wassermelonen zu vergleichen.

Innovationen für ein besseres Leben

SG: Innovationen sollten ja immer das Leben der Menschen verbessern. Inwiefern tut dies die Hightech-Strategie 2025, mit deren Evaluation das Fraunhofer-Institut beauftragt ist? Nach welchen Kriterien wird die Strategie bewertet?

MH: Nun, die aktuelle Hightech-Strategie 2025 hat sich dem Auftrag verschrieben, Innovations- und Forschungspolitik missionsorientiert zu betreiben. Das heißt, es wurden zwölf Missionen formuliert, die sehr divers und komplex sind. Weitere Beispiele zu den oben genannten wäre Krebs bekämpfen, Künstliche Intelligenz in die Anwendung bringen oder für eine sichere, vernetzte und saubere Mobilität sorgen. Wie Sie an der Formulierung der Missionen schon sehen können: wenn wir nach einer gewissen Zeit „Mission accomplished“ sagen könnten, wäre das Leben vieler Menschen verbessert. Aber bis dahin ist es noch ein längerer Weg und eine konkrete Evaluation der gesamten Hightech-Strategie mit ihren zahlreichen Einzelmaßnahmen nehmen wir tatsächlich nicht vor.

Politik an Missionen auszurichten bedeutet, systemübergreifend, interdisziplinär und zukunftsorientiert zu fördern. Richard Rose, ein bedeutender Politologe hat einmal gesagt: „Policy makers are heirs before they are choosers“, das heißt, jeder politische Entscheider muss mit den Maßnahmen arbeiten, die bereits etabliert sind, und diese im besten Fall modernisieren. Das braucht mehr Zeit als eine Legislaturperiode. Zudem gehört viel persönliches und Organisations-Lernen der politischen Akteur*innen dazu, um der Komplexität der Themen zu begegnen und Herausforderungen stärker proaktiv zu gestalten. Eine Kollegin von mir spricht hier gerne von „Agilität“ der politischen Entscheider und der Administrative.

Aber generell begrüßen wir Innovationsforscher*innen den Willen der Bundesregierung sehr, Missionen anzugehen, doch es wird noch lange dauern, bis wir hier Erfolge sehen. Diese zu bewerten ist tatsächlich eine wissenschaftlich anspruchsvolle Aufgabe, der wir uns aktuell stellen. Der etablierte Kanon der Wissenschaftsindikatoren, wie Patente und Publikationen, muss hierfür erweitert werden. Aber wir sind guter Dinge, dass die Community der Innovationsforscher*innen, zu der wir gehören, hier bald entscheidende Fortschritte machen wird.

SG: Dieser Ausblick stimmt schon einmal optimistisch! Kommen wir zur unternehmerischen Perspektive: Welche To-dos gibt es in den Unternehmen, damit sie innovativer werden?

MH: Nun, als Unternehmer*in habe ich ja häufig notwendigerweise das Tagesgeschäft im Blick. Allerdings ist es in vielen Branchen angezeigt, auch zukünftige Bedarfe noch besser zu antizipieren und schon heute im Portfolio mit zu denken. Das in unserer Arbeitswelt die Digitalisierung und das Wirtschaften in Plattformen eine immer größere Rolle spielen, hat wohl auch der Letzte mitbekommen. Das aber im eigenen kleinen familiengeführten Unternehmen mitzudenken und anzunehmen ist doch in vielen Fällen eine riesige Herausforderung, finanziell wie personell. Bedenken wir zudem die aktuelle Situation: Durch die Corona-Krise ist klar, dass es bei vielen Firmen in den kommenden Monaten und Jahren ums nackte Überleben gehen wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der aber auch insbesondere in der aktuellen Situation wichtig ist, besteht darin, dass viele Unternehmen sehr vom Austausch mit Wissenschaftler*innen und Forschungsinfrastrukturen profitieren könnten. Die Entwicklung neuer Produkte und Services hat viel mit beispielsweise Materialwissenschaften und Informatik zu tun. Aber wann treffen sich die Leiterin eines KMU, die keine eigene Forschung und Entwicklung betreibt, und der Physiker oder Informatiker schon mal zum Brainstorming? Das Silo-Denken und Handeln ist ein großer Bremsklotz für Innovation und wir täten generell gut daran, mehr Foren für den Austausch zu schaffen – zwischen Unternehmer*innen, Wissenschaftler*innen, Kundinnen und Kunden beziehungsweise Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und der Politik.

SG: Innovation ist ja auch Teil eines Mindsets, das von Anfang an in der Sozialisation und Bildung geprägt wird. Wo sehen Sie hier Potenziale, um Bildung innovativer zu gestalten und Erfindergeist von Anfang an zu wecken – beziehungsweise zu erhalten?

MH: Im Vergleich zum klassischen Frontalunterricht, in immer gleicher Form, wie ich ihn noch erlebt habe, hat sich in den Schulen und Kitas schon viel getan: Projektarbeit in Kleingruppen, interdisziplinäre Fächerzuschnitte und viel lösungsorientiertes eigenständiges Arbeiten können helfen, Kindern das Handwerkszeug an die Hand zu geben, um zu zupackenden, neugierigen und innovativen Erwachsenen heran zu reifen. Ich beobachte diese Art von Arbeiten mit Kindern in meinem Umfeld hier in Hamburg und hoffe sehr, dass diese Formate auch deutschlandweit zum Tragen kommen und wir immer mehr davon sehen werden.

Neben einem Vermitteln von Offenheit gegenüber anderen Kulturen, Arbeits- und Lebensweisen, ist es natürlich auch immens wichtig, dass Kinder den richtigen Umgang mit und Zugang zu digitalen Medien vermittelt bekommen. Damit meine ich im besten Fall auch, dass sie schon früh Skills wie Programmieren erlernen. Aber ebenso wichtig ist, denke ich, dass wir Kindern auch viel Zeit zum Müßiggang, zur Langeweile und zum Draußen Spielen einräumen in unserer durchgetakteten, auf Effizienz getrimmten Welt, und sie auch erfahren dürfen: Scheitern gehört zum Leben dazu. Nur, wenn ich es gelernt und die Möglichkeit habe, über die Natur, die Welt, das Leben an sich nachzudenken, können mir – egal ob als großer oder kleiner Mensch – neue Ideen kommen. Ein Leben unter Dauerbeschallung steht dem eher entgegen.

SG: Liebe Frau Hufnagl, herzlichen Dank für das ausführliche und interessante Interview und die zahlreichen Einblicke, wie sich mehr Nachhaltigkeit erreichen und die SDGs gemeinschaftlich realisieren lassen!

Über Miriam Hufnagl

Profilbild von Politologin Miriam Hufnagl
Bild: © Miriam Hufnagl (private Aufnahme)

Miriam Hufnagl hat Politikwissenschaft, Staats- und Völkerrecht und Geschichte an der Universität Augsburg studiert und arbeitet seit über zehn Jahren im Bereich Analyse und Evaluation von nationaler und europäischer Forschungs- und Innovationspolitik und deren Governance am Fraunhofer Institut für Innovationsforschung. Neben ihrer Tätigkeit am Fraunhofer ISI arbeitet sie auch für das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg im Bereich Innovation und Technologie Transfer. Im Rahmen Ihrer Tätigkeit hat sie an über 20 Forschungsprojekten gearbeitet und war unter anderem ein Jahr als Referentin ans Bundesministerium für Bildung und Forschung abgeordnet.

Quelle Titelbild: © koshkin_stock | stock.adobe.com

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