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Learning Journey – innovative Weiterbildung in der Digitalen Transformation

Dass die Digitalisierung in den Unternehmen Einzug halten wird und das alles radikal ändert, ist bei einem Großteil der Unternehmenslenker längst angekommen. Wie steinig der Weg von der Erkenntnis zur Umsetzung mitunter ist, habe ich hier im Blog öfter beschrieben. (z.B. Querdenken ist schwer wenn alle nur geradeaus wollen). Um die Mitarbeiter und die Unternehmensführung fit zu machen für diese neuen Herausforderungen reichen die alten Weiterbildungskonzepte nicht mehr aus. Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter lieber mit auf eine innovative Reise: auf eine Learning Journey.

Raus aus der Komfortzone

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Begeisterte Safari-Teilnehmer auf Learning Journey (Bild: © Stephan Grabmeier)

Ein Unternehmen ist immer nur so innovativ, so erfolgreich, so kreativ wie seine Mitarbeiter. Entscheidend ist, was die Unternehmensführung vorlebt – oder zumindest fördert. Klassische Weiterbildung à la Frontalunterricht ist längst nicht mehr genug. Arbeiten und Lernen müssen heutzutage ein fließender Prozess sein und dürfen nicht mehr voneinander getrennt werden. Die Formel 70.20.10 dient der Einordnung der Lernarten. Der 4-Klang für die neuen Prinzipen des Lernens lauten: Learn – Share – Teach – Cooperate.

Die besten Interventionen erreichen Sie, wenn Sie Menschen aus Ihrer Komfortzone holen und direkt ins Digitale Neuland schicken. Keine Vorträge, keine Webinare oder langatmige Workshops. Dort, wo sie Innovation hautnah erleben und sich mit Gleichgesinnten austauschen können, lernen Menschen am besten. Schicken Sie Ihre Mitarbeiter auf eine Learning Journey! Die Ergebnisse werden Sie begeistern. Wir sprechen in solchen Phasen vom öffnenden Modus (learn), um Lernbereitschaft zu aktivieren. Solange Sie Ihren Geist und Körper nicht öffnen und echtes Neuland betreten, werden Sie und Ihre Mitarbeiter nur aus der Ferne und auch nur kognitiv verstehen. Das alleine reicht aber nicht aus, um Dinge ernsthaft zu be-greifen und dann auch in den Kontext Ihrer Herausforderungen umzusetzen. In der Phase spreche ich vom schließenden Modus (share – teach) den Sie für die Umsetzung benötigen.

Weiterbildung von gestern und von heute

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Mobile Workspace selbst er-fahren (Bild: © Stephan Grabmeier)

 

Bestimmt sind Sie auch schon in Weiterbildungsseminaren gesessen, in denen vorne einer redete… und (gähn) hinten alle schliefen. Und was haben Sie daraus mitgenommen? Die Erkenntnis, dass Seminare dieser Art nicht viel bringen. Warum? Wir lernen nicht (nur) dadurch, dass uns jemand etwas erzählt, was wir besser oder anders machen sollen. Am besten lernen wir dadurch, dass wir es selbst erleben und ausprobieren. Auf dieser Erkenntnis basiert das Konzept der Learning Journey. Durch eine Learning Journey bekommen die Teilnehmer Impulse und Anregungen, die Ihnen bei der Neuerfindung und dem Anstoßen disruptiver Veränderungen helfen.

Exploitation und Exploration: Erfolgreiche Weiterbildung ist beidhändig

Unternehmen, die am Markt bestehen wollen, müssen sich weiterentwickeln, neue Trends adaptieren und prägen. Das Erfolgsrezept heißt Ambidextrie (Beidhändigkeit): Solche Unternehmen sind einerseits effizient durch die Optimierung bestehender Prozesse (Exploitation). Andererseits sind sie innovativ, indem sie flexible Räume für die Mitarbeiter schaffen, in denen diese kreativ neue Ideen entwickeln und verfolgen können (Exploration).

Was bedeutet das für die Weiterbildung? Auch hier müssen Unternehmen beidhändig fahren. Die Basis für ein erfolgreiches Weiterbildungskonzept ist die Formel 70:20:10, die Mitte der 1990er von Morgan McCall, Robert Eichinger und Michael Lombardo am Center for Creative Leadership in North Carolina entwickelt wurde.

  • 70 Prozent lernen wir durch Erfahrung, z.B. indem wir schwierige Aufgaben im Job bewältigen
  • 20 Prozent lernen wir durch Ratschläge aus dem beruflichen Umfeld
  • 10 Prozent lernen wir durch traditionelle Weiterbildung (Seminare) und Lesen.

70:20:10 in der Praxis: Innovation Journey

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Der HR Safari Bus (Bild: © Stephan Grabeier)

Diese nicht gerade neue Erkenntnis gilt es, bei der Konzeption der Weiterbildung zu berücksichtigen. Wenn wir wollen, dass unsere Mitarbeiter kreativ sind und durch innovative Ideen zum Unternehmenserfolg beitragen, dann müssen wir umdenken. Statt langweilige Seminare anzubieten, müssen wir dafür sorgen, dass sie die Chance bekommen, Erfahrungen zu machen, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Klassische Formate wie Vorträge oder Workshops können das ergänzen. Deshalb haben wir das Konzept der Learning Journey entwickelt.

  • 70: Dabei bekommt eine kleine Gruppe (maximal 20 Personen) von bunt gemischten Mitarbeitern (verschiedener Unternehmen, Gründer, Hierarchien – je diverser umso besser), die Chance hinter die Kulissen erfolgreicher Unternehmen zu blicken und von deren Erfahrungswissen zu lernen.
  • 20: Im Austausch untereinander und mit den besuchten Unternehmen bekommen sie neue Impulse für ihr eigenes Unternehmen. Ganz nebenbei knüpfen sie Kontakte. Ein solches Netzwerk ist für die Entwicklung von Innovationen und die spätere Umsetzung Gold wert.
  • 10: Ergänzend halten Digital und New Work Experten Vorträge oder innovative Start Ups pitchen ihre Ideen wie vor Investoren, um die Teilnehmer mit Impulsen und konkreten Umsetzungsideen zu konfrontieren

Learning Journeys: „HR Safari” und „Inside Silicon Valley“

Um HR-Verantwortliche in der Digitalen Transformation und der Entwicklung ihrer neuen Rolle zu begleiten, haben die Good School (Schule für digitalen Wandel) und ich die HR Safari in Berlin 2014 gemeinsam entwickelt. Zweimal jährlich ziehen wir mit unseren Kunden in die freie Wildbahn und erleben New Work live und hautnah. Einen ausführlichen Bericht dazu gibt’s zur ersten HR Safari unter Auf HR-Safari durch Berlin: Digitalisierung in freier Wildbahn. Oder schaut Euch das Video dazu an, um Impressionen zu bekommen.

Infos zur nächsten HR Safari am 15./16. Juni 2017 sind hier.

Zu meinen Telekom Zeiten haben wir diverse Innovation Journies mit dem Top Management und die Methode als Lern- und Transformationsmethode etabliert – mit großem Erfolg. Den ersten Trip mit unseren Kunden der Haufe Gruppe in die weltbekannte kalifornische Ideenschmiede haben wir im Februar 2016 unternommen (Hier gibt’s einen ausführlichen Reisebericht: The Leadership Garage Experience: Haufe Silicon Valley Trip). Zusammen mit Prof. Dr. Sabine Remdisch von der Leuphana Universität Lüneburg und als Gastprofessorin an der Stanford University, die für das wissenschaftliche Fundament sorgte, haben wir das Konzept für die Innovation Journey „Inside Silicon Valley“ entwickelt. Im März 2017 hat bereits die zweite Reise mit unseren Kunden in das Mekka der Digitalen Innovationen stattgefunden.

In meinen nächsten Blogbeiträgen werde ich noch mehr zum Thema der Learning Journeys und Impressionen daraus berichten.

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