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Rhythmix – Move your Company to a new Beat

Heute möchte ich auf rund 1,5 Jahre in meiner Rolle bei Haufe-umantis AG zurückblicken und Euch eine Entwicklung, die ich mit einem tollen Team treibe, vorstellen: Rhythmix by Haufe und meine Aufgabe Haufe-umantis von einem reinen Softwareanbieter zu einer Transformation Company zu entwickeln. Rhythmix by Haufe haben wir gerade frisch gelauncht!

Meine Gründe für den Einstieg bei der Haufe-umantis AG

Bevor ich über den Rhythmix Ansatz und meine Erfahrungen des letzten Jahres berichte möchte ich Euch gerne den größeren Kontext dafür geben – vor allen Dingen wie es dazu kam.

Was treibt einen Evangelisten und Future Worker wieder in feste Unternehmensstrukturen? Was für eine Aufgabe ist für Dich so reizvoll? Was muss ein Unternehmen an Gestaltungsraum bieten, daß Du Dich zu 100% darauf einlässt? Wie kannst Du Deine Ideen und Managementansätze zur Wirkung bringen? Diese und viele andere Fragen wurden mir bei meinem Wechsel zu Haufe gestellt. Und ganz ehrlich, nur bei den wenigsten meiner peers war Haufe als innovatives Unternehmen bekannt. Loseblattsammlung und Standard Weiterbildung waren die am häufigsten implizierten Begriffe, wenn ich gefragt habe was jemand mit Haufe verbindet.

Um die Fragen (die mir auch nach 1,5 Jahren immer wieder mal gestellt werden) zu beantworten. Es gab für mich drei wesentliche Gründe, im letzten Jahr zur Haufe Gruppe zu wechseln:

    1. Grund 1: Haufe – die haben verstanden!
      Die Haufe Gruppe hat als einer der Vorreiter in der B2B Verlagsindustrie die Digitale Transformation nicht nur verstanden, sondern in den letzten 25 Jahren bei einer Versechsfachung des Umsatzes rund 60% seines Geschäftsportfolios komplett verändert und digitalisiert. Die Haufe Transformation ist eines der besten Vorreiter Beispiele und wird oft als best practice erwähnt. Das Manager Magazin hat Haufe 2015 als „Die Kannibalen aus Freiburg“ betitelt – nur die wenigsten Unternehmen kanibalisieren sich selbst und erfinden sich neu. Ich wusste Haufe hat wesentliche Elemente der Digitalen Transformation verstanden und umgesetzt. Davor wo viele andere Unternehmen erst heute stehen oder gerade mal drüber nachdenken passiert hier seit vielen, vielen Jahren sehr erfolgreich.
Haufe, Mitarbeiterzentriertes Betriebssystem
Das mitarbeiterzentrierte Betriebssystem (Bild: © Haufe-umantis AG)
  1. Grund 2: Haufe-umantis – eine echte Future Work Company!
    Ich kannte umantis und den Gründer Hermann Arnold seit der Gründung aus der Uni St. Gallen im Jahre 2000. Das war die „Dot.com“ oder „New-Economy-Zeit“. Für die Jüngeren unter uns: das waren sehr ähnliche Zeiten wie heute und es gab schon damals viele coole Dinge, die (teilweise) erst heute richtig Wirkung erzeugen. Die Haufe-umantis AG habe ich in den letzten Jahren immer als  mutigen Vorreiter für Future Work wahrgenommen, vor allem mit dem Ansatz des mitarbeiterzentrierten Betriebssystems. Während meiner Zeit als Mr. Enterprise 2.0 bei der Deutschen Telekom AG und kultureller Gestalter des Konzerns habe ich oft meinem HR-Vorstand prognostiziert, dass im Zuge der Demokratisierung durch Technologie und soziale Medien Führungskräfte irgendwann gewählt werden. Bei Haufe-umantis habe ich es das erste Mal gesehen und mittlerweile als gewählter Leader im Management board auch selbst erlebt. Alle Führungskräfte- und rollen werden von den Mitarbeitern demokratisch gewählt.
  2. Grund 3: Ich entwickle Zukunft und Transformation der nächsten Generation 
    Die beiden ersten Gründe waren und sind wichtige Voraussetzung. Beides braucht ein Transformator und Innovationsmanager wie ich, um wirken zu können und Spaß zu haben. Diesen Spaß habe ich in meinen vielschichtigen Aufgaben. Eine wesentliche davon ist, das Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern und über 1.000 Kunden von einer reinen Software Company in eine Transformation Company zu entwickeln. Das klingt auf den ersten Blick erstmal wenig dramatisch, ist aber in Realität eine große Business Herausforderung. Nur dadurch werden wir auch die Zukunft gestalten. Rhythmix ist ein Teil unseres neuen Portfolios was in den letzten 1,5 Jahren in vielen Iterationen und mit einigen spannenden Kunden(projekten) entstanden ist. Dies nicht nur in der Haufe-umantis sondern als Querschnitt in der gesamten Haufe Gruppe.

Zu Rhythmix und Transformation der nächsten Generation nun einige Insights.

Software alleine löst keine Probleme

Diese Aussage bejaht jeder, den ich frage. Eine reine Softwarefirma, deren DNA seit Gründung durch und durch aus Codes, API, Programmierzeilen, Hardware, Rechenzentren, Softwarearchitektur, User Design, DevOps, Performance, Datenschutz und Datensicherheit besteht und das Ergebnis erfolgreicher Projekte bei Kunden in der Vergangenheit schnellste Implementierung von Software zu geringsten Kosten war, zu transformieren, ist für mich und alle Beteiligten eine echte Reifeprüfung.

Wir wissen, daß die geringste Herausforderung von Kunden, die uns anrufen und z.B. ein neues Feedback, – Talent oder Performance Management System implementieren wollen, die Software ist.

Die zentralen Fragen liegen dahinter: Was sind die wirklichen „Schmerzen“ der User? Was treibt den CEO und das Business? Welche Ziele sollen konkret damit erreicht und Probleme gelöst werden? Drei einfache Fragen, die auf Anhieb von den wenigsten Kunden beantwortet werden können. Genau DA beginnt unsere Arbeit und nicht mehr damit, einzig und alleine Software zu implementieren.

Menschen sind der Schlüssel zum Erfolg

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Der Haufe Quadrant zeigt das komplexe Zusammenspiel zwischen Organisationsformen und die Rolle der Mitarbeiter. (Bild: © Haufe-umantis AG)

Wir sind davon überzeugt, dass es die Menschen sind, die ein Unternehmen voranbringen. Jede Lösung, die wir entwickeln, baut auf diesen Gedanken und unserer tiefen Überzeugung auf. Denn nur, wenn die richtigen Menschen an den richtigen Dingen arbeiten, sind Organisationen nachhaltig erfolgreich. Unser Haufe-Quadrant zeigt die Ambidextrie von Organisationen und die diversen Rollen der Mitarbeiter. Der Quadrant ist in den letzten Jahren in der eigenen Entwicklung der Haufe-umantis entstanden. Er ist für viele unser Kunden ein wesentlicher Orientierungsrahmen der hilft, die Komplexität ihrer Organisation zu verstehen, Bereiche und Abteilungen darin einzuordnen und Technologie, Befähigung und Organisationsdesign darauf anzupassen.

Wir begleiten Kunden mit Workshops oder intuitiven Organisationsanalysen, ihren organisationalen Reifegrad in ihrem Betriebssystems zu finden, zu verstehen und Massnahmen davon abzuleiten.

Organisationen zu verbessern ist meine Mission – Komplexität muss sich erhöhen

In meiner langjährigen Transformationsarbeit durfte ich die letzten 15 Jahre viele Unternehmen beraten und große Transformationsprogramme begleiten – von jungen Start-Ups bis zu großen DAX-Konzernen. Im Paradigmenwechsel zwischen kompliziert zu komplex erlebe ich viele Manager, meist sozialisiert mit tradierten Managementmethoden aus der Industriegeneration. Diese denken heute immer noch linear anstelle komplex, abgeschottet anstelle vernetzt und oft nur in isolierten Maßnahmen anstelle in holistischen Zusammenhängen. Transformationen drücken sich dort in der klassisch skizzierten Kultur oft in 3 isolierten Treibern aus, ganz nach dem Prinzip komplizierte Dinge einfach (aber nicht erfolgreich) zu machen

  • Technologie
    Die Einführung ausschließlich von Technologie richtet sich nach der Hoffnung „Culture follows Technology“ scheitert aber meist genau daran. Software alleine löst keine Probleme und ändert im Business Kontext alleine keine Kulturen.
  • Befähigung und Training
    Die besten Trainings- und Führungsprogramme werden entwickelt im Glauben das Verhalten der Mitarbeiter ist der einzig relevante Treiber. Gute Ansätze ohne Wirkung wenn die strukturellen Rahmenbedingungen nicht vorhanden sind und neues Verhalten sich nicht entfalten kann.
  • Organisationsdesign
    Die bahnbrechendsten Ideen zu Organisationsstrukturen, Methoden oder Prozessdesign werden am Reißbrett gedacht jedoch nicht in einen ganzheitlichen Kontext integriert. Typischerweise Themen in denen klassische Unternehmensberater agieren, kiloweise Power Point Folien abgeben – teuer aber ohne Wirkung für den Umsetzungserfolg.
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Es kommt auf die richtige Integration der drei Kernfaktoren Organisation, Mitarbeiter und Technologie an (Bild: © Haufe-umantis AG)

Nur der holistische Drei-Klang dieser Treiber schafft die Basis für erfolgreiche Transformationen. Was nützt ein Digital Leadership Programm für alle Führungskräfte, wenn Sie keine technologisch durchgängige und mobile Infrastruktur haben? Was nützt Ihnen das beste Social Network, wenn Ihre Kultur von Angst, Intransparenz oder Command & Control geprägt ist? Was nützen Ihnen agile Teams, wenn ihre Prozesse einen Tanker daran hindern, vorwärts zu kommen? Nichts. Richtig! Genau deshalb agieren wir aus holistischer Sicht um durch Vernetzung Wirkungszusammenhänge zu ermöglichen.

Damit Ihr gesamtes Unternehmen sein Potenzial voll entfaltet, brauchen Sie integrierte Lösungen die Komplexität berücksichtigen und nicht verhindern sonst entstehen Systembrüche die scheitern. Transformationsgestalter müssen Technologie, Befähigung/Verhalten und Organisationsdesign in Einklang bringen und ganzheitlich verbessern. Letztendlich kommt es dabei auf den richtigen Rhythmix an.

New Leadership ist agile.digital.human centred

Projekte können nur erfolgreich sein, wenn Sie an den tatsächlichen Ursachen ansetzen und alle Beteiligten eine Vision teilen, die identischen Ziele im Fokus haben und das Commitment aller vorhanden ist. Wir haben diverse Methoden entwickelt, die die Erfolgschancen von Change-Projekten massiv steigern. Mit neuesten Erkenntnissen aus Verhaltensökonomie, Intuitionswissenschaft und agilen Methoden führen wir Transformationen zum smarten Erfolg und stärken HR in seiner wichtigen Rolle Treiber für diese Entwicklung zu sein. Einige unserer Rhytmix Ansätze sowie Methoden und Tools haben wir hier beschrieben.

Human zentrierte Prozesse erzeugen commitment und sind der Turbo für Veränderung

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Die Metro Map als Unterstützer zur Betrachtung, Bewertung und Optimierung der HR-Prozesse. (Bild: © Haufe-umantis AG)

Aber nur dann, wenn Sie eine coole Methode dafür haben. Mit Visio Charts locken Sie niemanden mehr hinter dem Ofen vor. Geben sie doch eine rein normative und mechanistische alte Managementdenke wieder.

Wir haben eine eigene Bildsprache und ein neues Prozessdesign entwickelt, worauf wir richtig stolz sind: die Haufe Metro Maps. Die Metro Map (U-Bahnkarte) als Alltagsbegleiter ist jedem bekannt und für jeden verständlich. Sie bietet uns Orientierung im Alltag. Dieser Metapher bedienen wir uns und werfen mit unseren Kunden einen gemeinsam einen Blick auf ihre (HR-) Prozesse. Fokus der Betrachtung ist hierbei der Nutzer der Prozesse, zum Beispiel Bewerber, HR-Mitarbeiter, Betriebsrat oder die Mitarbeiter/Führungskräfte in der Linie.

Wie ist das Zusammenspiel von Menschen? Wo befinden sich die kritischen Knotenpunkte der Beteiligten? Wie können alle Beteiligten einen End-to-End-Prozess leben? Welche Verantwortung müssen den beteiligten Rollen gegeben werden? Diese und weitere Fragestellungen erarbeiten wir im Rahmen von Workshops für die individuellen Metro Maps unserer Kunden – von einzelnen Prozessdesigns bis hin zu kompletten Unternehmens- Ecosystemen.

Kundenfeedbacks, die uns mit Stolz erfüllen

Diese kleinen Einblicke sollen zeigen, worauf wir bei Haufe-umantis unheimlich stolz sind. Wir haben innerhalb kurzer Zeit ein äußerst kreatives Methoden-Entwicklungsteam aufgebaut, mit dem wir kontinuierlich neue Organisationsmethoden und Designs entwickeln. Auf der anderen Seite arbeiten wir hart an dem Upskilling unseres gesamten Unternehmens, die eigene Transformation erfolgreich zu gestalten. Kein Wandel funktioniert ohne Schmerzen, ohne Ängste und ohne Unsicherheiten. Auch bei uns nicht. Wir haben allerdings ein Team von rund 200 Mitarbeitern, die gewillt sind, die Welt unserer Kunden täglich ein Stück besser zu machen und dafür gerne die Extra-Meile der persönlichen Entwicklung gehen. Das tollste aber sind die Feedbacks unserer Kunden.

Der Rhythmix entscheidet

Als wichtigstes stellt sich die Frage, was sagen denn unsere Kunden dazu? Nun wären wir schlechte Design Thinker, wenn wir nicht absolut kundenzentriert unsere Transformation gestalten und neue Produkte entwickeln. Rhythmix deckt den Bedarf vieler unserer Kunden exakt ab. Wir gewinnen Projekte, die wir vor zwei, drei Jahren noch nicht gewonnen hätten. Uns besuchen Unternehmen, die vor einigen Jahren noch nicht mit uns gearbeitet hätten. Und uns vertrauen Kunden, weil wir keine Beratungssöldner sind, die nur Power-Point-Folien produzieren und selbst die neuen Paradigmen nicht leben. Wir sind Future Worker aus tiefster Überzeugung und mit langer Erfahrung in der Gestaltung von modernen und innovativen Organisationen. Es gibt nur wenige DAX Konzerne, die noch nicht bei uns in St. Gallen waren, und sich überzeugen wollten, wie wir arbeiten oder ob nicht doch alles ein PR-Gag ist. Wir sehen auch unsere Kunden ändern sich, werden mutiger, denken frischer und sind bereit mit anderen Methoden zu experimentieren. Eine wunderbare Synergie.

Lebe den Rhythmix – frisch gelauncht

Ich freue mich, für mein Team und all unsere Mitarbeiter riesig, daß wir unseren Ansatz Rhythmix – Move your company to a new Beat nach intensiver Entwicklung gelauncht haben. Alles Beta und in kontinuierlicher Entwicklung. Und noch viel mehr, daß es erst der Anfang von etwas Großem ist. Wie bereits geschrieben Organisationen zu verbessern ist unsere Mission. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie Lust haben, den Beat ihrer Company neu zu komponieren. So wie in den letzten Monaten u.a. einige DAX Vorstände in der Digitalen Transformation mit uns und Rhythmix eine spannende Kooperation eingegangen sind.

Gebt mir gerne Euer Feedback. Weitere Details folgen regelmäßig über meinen Blog. Vielen Dank!

Quelle Titelbild: © Haufe Rhythmix – rhythmix.haufe.com/de

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